Mehr Licht!

Das Bild im Header ist aus meiner letzten Inszenierung: Credo von Enzo Cormann, ein Solo-Stück mit der absolut eindrucksvollen Katja Keßler.

Mit etwas Abstand betrachtet drängt sich mir die Frage auf: warum ist es im Theater meist so duster wie in einer gotischen Kirche? – Damit die Zuschauer wissen, wo sie hingucken sollen? Weil die Vorstellungen traditionell abends stattfinden? Jedenfalls scheint zunächst eine technische Entwicklung dahinter zu stehen, denn außer dass meist keine Möglichkeit besteht, in Theaterräume Tageslicht einfallen zu lassen, ist zusätzlich alles schwarz gestrichen. Beim Straßentheater sieht das naturgemäß ganz anders aus und künstlerischen Performances finden allgemein in hell gestrichenen, gut ausgeleuchteten Galerieräumen statt und eine theatermäßige Beleuchtung würde hier eher als unpassend, wenn nicht gar kitschig empfunden werden.

Möglicherweise würde dem Theater eine Art Dogma 95 Bewegung guttun, um es aus den düsteren Grüften und von einer Menge technischen Klimbims zu befreien. Wobei auch Punkt 10 des Manifests nicht ohne ist: „Der Regisseur darf weder im Vor- noch im Abspann erwähnt werden“ Da haben sich aber auch schon Andere Gedanken darüber gemacht; nach dem Motto: „Das wahre Kino der Zukunft und das wahre Theater der Zukunft sind eins!“, wie es sich im Dortmunder Manifest „Dogma 20_13“ niederschlägt.

Hier im Internet zu finden: http://www.theaterdo.de/uploads/events/downloads/DOGMA_20_13.pdf

Guten Tag, ich bin hier neu …

… neu in der ‚Blogosphäre‘ und stelle mich daher kurz vor. Ursprünglich komme ich von der bildenden Kunst, habe in Stuttgart studiert, und bin über das Bühnenbild, die Beschäftigung mit der Schauspielerei, mit Film bei der Theaterregie gelandet. Das sind zunächst Interessen, die sich nicht unbedingt überschneiden – aber im Rückblick führt noch durch jedes Chaos ein roter Faden und so bedingt sich für mich vieles gegenseitig.

Was ich hier suche, ist ein intelligenter Austausch mit interessanten GesprächspartnerInnen, wie er in meinem Alltag leider zu selten ist, der aber die Voraussetzung bietet, um einigermaßen lebendig zu bleiben.